Bärlauch, März 2026 — ein Fenster, das sich schließt
Drei bis vier Wochen, dann ist es vorbei. Wo du jetzt sammeln kannst — und wie.
Ein Zeitfenster
Bärlauch ist einer der verlässlichsten Boten des Frühlings in der Berliner Natur. Er kommt im März, blüht im April, wird bitter und verschwindet. Ein kurzes Fenster, das sich lohnt.
Ja, es gibt jedes Jahr hundert Bärlauch-Artikel. Dieser hat ein konkretes Datum: März 2026. Jetzt.
Wo in Berlin und Brandenburg
Grunewald — der Klassiker. Zwischen Hundekehlesee und Teufelssee wachsen Bärlauchbestände, die noch nicht kahlgepflückt sind. Werktags frühmorgens ist die beste Zeit.
Spreewald — weniger bekannt, weniger frequentiert. Die feuchten Erlengründe am Rand der Kanäle sind ideal. Kombination mit Kahnfahrt möglich.
Barnim — nördlich von Berlin, S-Bahn-erreichbar. Die Kräuterbotanikerin, die dort Kurse gibt, kennt die besten Stellen — und verrät sie nur an Leute, die wissen, wie man sammelt, ohne zu plündern.
Wie man sammelt
Nur die Blätter. Nicht den Stiel, nicht die Zwiebel. Nicht mehr als ein Drittel eines Bestands. Immer die Geruchsprobe: Knoblauch heißt Bärlauch, kein Geruch heißt Finger weg.
Was man macht
Pesto ist der Klassiker, klar. Aber Bärlauch-Butter, eingefroren, hält sich bis in den Herbst und erinnert im Oktober an den März. Bärlauch-Suppe ist unterschätzt.
Am besten schmeckt er roh, auf gutem Brot, leicht gesalzen. So etwas gibt es in keinem Laden.